Sport für die Menschenrechte

Montag, 31 März 2008

Sport for human rights

Die letzten Tage habe ich, wie so viele, die Diskussionen verfolgt ob die Olympischen Spiele 2008 in China nun boykottiert werden sollen, oder nicht. Ich finde sowohl Befürworter als auch Gegner von Boykottmaßnahmen haben gute und nachvollziehbare Gründe für Ihre Haltung und eine allgemeine Entscheidung die für alle gleichermaßen zustimmungsfähig ist, wird wohl nicht gefunden werden können.

Ich denke, die Entscheidung die Spiele in China stattfinden zu lassen ist angesichts der bekannten Probleme gefallen. Folglich kann man nun nicht so einfach einen Rückzieher machen und sagen, “wenn wir das nur gewußt hätten!” Man soll, meiner Meinung nach, also hin und präsent sein. Rückgrad zeigen.

Anfangs dachte ich dass vor allem die Sportler die Spiele zum höflichen Protest nutzen sollten, indem sie beispielsweise bei jedem Interview in einem Satz darauf hinweisen wie wichtig ihnen freie Menschen in einer freien Welt sind. Leider, oder eigentlich Gott-Sei-Dank, steht solch einem Verfahren die Charta der Olympischen Spiele entgegen die den teilnehmenden Sportlern jegliche politische Propaganda verbietet.

Dies verstehend habe ich mir überlegt, wenn die Athleten irgendein wiedererkennbares Zeichen oder Symbol das für Frieden und Feiheit steht zeigten, würde das eine sehr positive Aussagekraft haben. Ein Jeder der die Spiele verfolgt, würde das Zeichen sehen und verstehen, und die chinesische Zensur hätte es nicht mehr so leicht missliebige Szenen aus der Übertragung zu schneiden (wie beispielsweise bei der Übertragung der Entzündung des Olympischen Feuers geschehen). Aber eine Rose im Knopfloch ist bei dieser Gelegenheit wohl doch nicht so optimal.

Heute habe ich von Sport for Human Rights gehört und mich gefreut dass die Sportler einen derartigen Weg gefunden zu haben scheinen. Sportler die bei der Aktion mitmachen, wollen ein grün-blaues Silikonbändchen mit dem Aufdruck Sport for Human Rights tragen. Protestiert wird nun nicht nur im Namen der Tibeter sondern aller underdrückten Menschen in der Volksrepublik China. Und freilich alle Unterdrückten dieser Welt die nicht das Glück haben dass eine Olympiade den Focus der Weltpresse auf sie lenkt.

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