magnatune.com

Freitag, 21 März 2008

magnatune.com

Vermutlich hat sich die Musik-CD bald ebenso überlebt wie die gute, alte Langspielplatte mit 33 1/3 UPM. Enthusiasten ebenso wie Idealisten freilich werden häufig darauf bestehen Original Tonträger zu erwerben, genauso wie die LP nach wie vor ihre Fangemeinde hat (die ich ihr auch gerne gönne). Aber der Lauf der Zeit wird nicht aufzuhalten sein.

Gewohnt fortschrittlich und als Trendsetter hat Steve Jobs wieder einmal gezeigt wo es langgeht. Musik wird auf dem Weg vertrieben der dem aktuell vorhandenen Stand der Technik entspricht. Über das weltweite Netzwerk an Computern und Servern nämlich. Dem System das dereinst der soeben beginnenden Ära seinen Stempel aufdrücken und ihr seinen Namen geben wird (Internetzeitalter?).

Freilich bringen solche Umbrüche Turbulenzen mit sich. Die Musikindustrie wird nicht mehr so wie bisher in der Lage sein den Markt zu kontrollieren und die Goldgräber versuchen ihre Claims so großzügig wie möglich abzustecken. Es wird versucht neue Vertriebssysteme zu etablieren um sowohl die Kunden als auch die Musiker neu an sich zu binden (um nicht zu sagen knebeln). Der Verdrängungswettbewerb geht sozusagen in eine neue Runde.

magnatune.com

ist in dem Spiel ein Anbieter der nach eigenem Bekunden einen anderen, freieren Weg einschlagen will.

Musikern die ihre Werke über magnatune.com verbreiten werden 50% vom Umsatz mit ihrer Musik zugesagt. Es gibt keine bindenden Verträge und es werden tatsächlich nur die Werke über magnatune.com lizensiert die von den Musikern übermittelt werden. Der Anbieter verpflichtet sich, natürlich im eigenen Interesse, die eingestellte Musik aktiv zu vermarkten und Kunden zu gewinnen.

Kunden können alle Titel in voller Länge und guter Qualität probehören. Bei Gefallen kann man das Album gegen eine, in Grenzen, frei wählbare Gebühr (z.Zt. 4 – 14 Euro) in seinem bevorzugten Dateiformat auf den eigenen Rechner kopieren und hat das Recht diese erworbene Kopie an 3 Freunde oder Bekannte nicht kommerziell weiterzuverbreiten.

Ein recht interessantes Angebot für nichtkommerzielle Weblogger ist übrigens die Möglichkeit beliebige Songs oder Instrumentalwerke aus dem Angebot frei in Podcasts zu nutzen. Für diesen Zweck wird eigens ein 128k Download der Musik angeboten.

Aber was schreib ich lang rum. Einfach auf das Magnatune-Logo oben klicken und das Angebot selbst erforschen. Bislang gibt es die Seite nur in englischer Sprache, aber das soll für uns Cosmopoliten kein Hindernis sein :-)

Nachsatz: Linuxnutzer (und bald auch Windows- und Mac-Nuter) finden Magnatune bereits in Amarok, einem Computerprogramm zum  Musikhören und -organisieren, integriert und können aus Amarok heraus alle Titel probehören.

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