Der reichste Mensch der Welt

Mittwoch, 12 März 2008

10 Millionen Mark

Warren Buffett hat Bill Gates (jetzt 3ter?) als reichsten Menschen der Welt abgelöst. Er habe in seinem, im Vergleich zur Ewigkeit kurzen, Leben ein Privatvermögen von etwas über 60 Milliarden US Dollar angehäuft.

Das bringt Probleme mit sich

Nehmen wir mal an ich kaufe für einen winzigen Anteil dieses Vermögens die Sparkasse meines Vertrauens nicht, sondern eröffne ein Sparkonto mit einer Verzinsung von – na ja, die Zinsen sind schlecht – 4% p.A. Das macht nach Adam Riese 2,4 Milliarden im Jahr, oder 200 Millionen pro Monat (6.575.342,47 US$ pro Tag). Und das bleibt nur dann so wenn ich es schaffe pro Monat 200 Millionen Dollar auszugeben weil sonst zusätzlich Zinseszinsen anfallen würden die ich wieder versteuern müsste, die mein Einkommen wiederum vergrößern würden …

Okay, ich könnte den um die Inflation bereinigten Betrag pro Monat abheben damit ich nicht in vielleicht 20 Jahren völlig mittellos dastehe und nicht weiß wie ich meine laufenden Kosten decken soll.

Nun, wenn ich also von einer Inflation von ca. 2% p.A. ausgehe dann verringert sich mein Einkommen real immerhin um rund 1.2 Milliarden pro Jahr. Wegen der 2.4 Milliarden. Es wäre also besser nur 100 Millionen im Monat abzuheben und zu hoffen dass die Inflation nicht unter 2% sinkt.

Die Kapitalertragssteuer beträgt generell 30% für Zinsen aus Kapitalanlagen, oder so. Das heißt, da hab ich Glück gehabt. Weil wenn ich für diese 2,4 Milliarden im Jahr Kapitalertragssteuer in Höhe von 720 Millionen jährlich an das Finanzamt abführe dann hab ich schon mal 480 Millionen gespart, wenn wir von einem Einkommenssteuerhöchstsatz von 50% ausgehen. Das ist zwar erstens viel zu hoch, weil der richtige Höchstsatz bei 45% liegt (glaub ich), und zweitens würde im richtigen Leben sowieso kein Reicher soviel Steuer zahlen müssen – wollen – aber wir wollen angesichts dieser Summen hier nicht anfangen kleinlich zu sein.

Wo war ich?

Ach ja. Würde ich für 2,4 Milliarden Einkommen im Jahr einer ehrlichen Arbeit nachgehen dann hätte ich eine ungefähre Einkommenssteuerlast von, sagen wir 1000 Millionen. Wenn ich aber gar nicht arbeite für das Geld, sondern dieses Einkommen aus den Zinsen meines Sparkontos generieren kann, dann habe ich nur eine Kapitalertragssteuer von 720 Millionen im Jahr.

Was heißt das?

Ich habe nur noch ein monatliches Nettoeinkommen nach Steuer von ca. 1 Milliarde 680 Millionen. Jetzt wird’s, sozusagen, schön langsam knapp.

Immerhin gibt es, abgesehen von der Einkommenssteuer, noch so einige andere Kosten die abgedeckt werden müssen.
Kirchensteuer, Hundesteuer und Grundsteuer. Lebens-, Renten- und Krankenversicherung, Kfz-Versicherung natürlich und die Reiserücktrittskostenversicherung von VISA.

Die Lebensmittel kaufen wir nur noch im Bioladen. Socken und Unterhosen werden jetzt nicht mehr gewaschen sondern nach Gebrauch in die Altkleidersammlung gegeben – man will immerhin auch was gutes tun. Die neue Unterwäsche lasse ich mir dann am besten vom Tchibo-Versandservice im Abo schicken.

Oh Mann!

Das wird mir jetzt aber zu viel.
Bin ich froh dass ich diese Probleme nicht habe!

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